Kaschnitzfeld

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Ansicht von Kaschnitzfeld

Tschechischer Name: Kašenec

Einwohner: 165 in 36 Häusern (155 dt. Ew.), 1930: 162 in 41 Häusern (88 dt. Ew.).

heutiger Verwaltungsbezirk: Znojmo (Znaim)


Matriken: seit 1785 bei Mißlitz (Miroslav)


Lage:

Kaschnitzfeld liegt auf 219 m Höhe. Nachbarorte sind Mißlitz (Miroslav) im Norden, Tullnitz (Dolenice) und Damitz (Damnice) im Osten sowie Socherl (Suchohrdly u Miroslavi) im Nordosten.


Geschichte:

Nach der Aufhebung des Prämonstratenserstiftes Bruck im Jahre 1784 wurde Kaschnitzfeld ein Jahr später von dem Freiherren Kaschnitz von Weinberg gegründet und mit 28 Kolonisten besiedelt. Die Ansiedlung wurde nach ihm benannt.

Kaschnitzfeld war damals nach Mißlitz (Miroslav) eingepfarrt. Der Ort wurde in den Jahren 1846 und 1872 als selbstständige Gemeinde geführt; nach Einrichtung der neuen politischen Verwaltungsstruktur im Bezirk Mährisch-Kromau (Moravský Krumlov).

Im Ersten Weltkrieg fielen sieben Männer aus dem Ort.

Von der tschechoslowakischen Regierung wurde 1923 eine Schule errichtet. Die deutsche Schule wurde hingegen 1934 geschlossen.

Der deutschsprachige Teil des Bezirkes Mährisch-Kromau (Moravský Krumlov) wurde nach Angliederung an das Deutsche Reich unter den Nationalsozialisten dem Kreis Znaim (Znojmo) angeschlossen zu dem Kaschnitzfeld bis 1945 gehörte.

Der Zweite Weltkrieg forderte neun Opfer aus dem Ort.

Vertreibung der deutschen Bevölkerung 1945/46: Nachdem am 8. Mai sowjetische Truppen einmarschiert waren, wurde der Besitz der deutschen Bewohner von den tschechischen Milizen bzw. Gardisten beschlagnahmt. Die noch verbliebenen deutschen Kaschnitzfelder wurden am 30. März 1946 vertrieben.


Wirtschaft und Infrastruktur:

Landwirtschaft und Gewerbe: Die kleine Gemeindefläche bestand zum Großteil aus Ackerland. Neben der Landwirtschaft lebten einige Einwohner von Kleingewerbe.

Einrichtungen: Volksschule (1885), Gemeindehaus (1908), Freiwillige Feuerwehr (1931), Elektrifizierung (1930).


Weblinks:


Genealogie:


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